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Matriarchy for Future – Festival
3. – 6. Juli 2025

Kasteel de Berckt, bei Venlo NL
40 km von Duisburg

Was ist für dich dabei…? 

Das vielfältige Programm umfasst fünf Schwerpunkte

Wir haben uns an den Eckpfeilern orientiert, die Heide Göttner-Abendroth als grundlegend für eine menschliche Gesellschaft benannt hat: Sozialordnung, Politik, Ökonomie, Spiritualität und zusätzlich Ökologie. Das Programm ist ein lebendiger Prozess, der kontinuierlich wächst. In den kommenden Wochen stellen wir hier die Referierenden vor, die zu den fünf Schwerpunkten und weiteren Themen Inputs einbringen.

Bereits zugesagt haben die folgenden Personen und Organisationen (in alphabetischer Reihenfolge):

Andrea Fleckinger (MatriForum, Co-Referentin HAGIA-Studiengang) * Andrea Lötscher (Film Baltic Healing) * Cécile Keller (Matriarchale Medizin) * Barbara Graf (Akademie für Parmakultur) * Christiane van Schie (HeilWeise) * Claudio Harder (Matriarchales Organisieren) * Francesca Rosati Freeman (Mosuo-Film, Matricomunità) * Genevieve Vaughan (Gift Economy) * Heide Göttner-Abendroth (Matriarchatsforscherin, Akademie HAGIA) * Heidrun Fiedler (Restorative Circles) * Iris Baumann (Institut für Matriarchatswissen) * Kaarina Kailo (Dozentin, Autorin, Künstlerin) * Kathrin Raunitschka (Drachinzeit) * KlimaSeniorinnen (Klimaklage gegen die Schweiz am EGMR) * Li Shalima (Labyrinth, Bedürfnisplatte) * Marisa Schoo (Solidarische Landwirtschaft) * Renate Fuchs (Wildmohnfrau) * Samirah Kenavi (Gerechtes Geld, Falschgeldsystem) * Simran Wester (Gewaltfreie Kommunikation) * Stefan Voth und Kathrin Schmitz (Soziokratiezentrum Deutschland) * The Council of European Grandmothers * Uscha Mdeisky und Dagmar Margotsdotter (MatriaVal) * Walle Gairing und Anne Wiebelitz (Uma-Institut) * Yaël Deckelbaum (Voice Ceremony, Women of the World Unite)

Sozialordnung – Vom Mehrgenerationen-Wohnen und Wahlverwandtschaft, Leben in Gemeinschaft und globalen Ökodörfern
Politik – Von Soziokratie und Entscheidungen im Konsent, Gewaltfreier Kommunikation und Commoning
Ökonomie – Von Gemeinwohl und Solidarität, Schenkökonomie und Degrowth
Ökologie – Von Permakultur und solidarischer Landwirtschaft, Transitions Towns und Subsistenzwirtschaft
Spiritualität – Vom Rat der Großmütter, Visionssuche, lebensdienlicher Balance und wirklicher Beziehung mit der mehr-als-menschlichen Welt

Matriarchaler Clan ©Maria Haas

Sozialordnung

Es gibt Gesellschaftsformen …
… in denen es allen Menschen gut geht, Mütter und Kinder im Zentrum stehen, alle Generationen wichtig sind. Wo eins und eins mehr ist als zwei…

Verbunden statt verloren

Politik von unten

Politik

Wir kennen Beispiele…
… da werden alle Menschen gehört und Entscheidungen fallen gemeinsam im Konsens. Es gibt weisen Rat und Worte gelten noch.

Entscheiden für das Leben

Markt und Schenkökonomie in Yuchitan ©Maria Haas

Ökonomie

Wir kennen Beispiele…
… von einem umsichtigen Umgang mit der Erde. Von ehrenhafter Ernte, die nicht alles nimmt, sondern auch gibt. Von Geschenken, die im Kreis rotieren…

Fülle im Fluss

Sorgsame Ökologie

Ökologie

Eine Welt in der…
… Tiere und Pflanzen, Land und Leute, Wälder und Flüsse, Meere und Seen mehr sind als Rohstoffe und Ressourcen…

Mit der Erde fühlen

Spiritualität

Spiritualität

Wir kennen Gesellschaftsformen…
… die von Grund auf liebevoll, lebensbejahend und friedlich sind, wo das weibliche Prinzip für alle als Schöpfung des Lebens heilig ist…

Forward with Roots

In dieser Zeit des Wandels bringen wir zusammen, was zusammengehört.
Unser Ziel ist es, Wissen zu teilen und sich gegenseitig zu inspirieren.

mehr als du denkst!
vielfalt geniessen

Bewege dich frei auf dem Festival. Vier Tage, die du nach deinen Wünschen gestalten kannst: Das Festival ist prall gefüllt mit Erfahrungsaustausch, Workshops, Vorträgen und Konzerten. Wähle dein Programm nach deinen Bedürfnissen und Interessen, genieße die Atmosphäre und triff Seelenverwandte. An den Abenden feiern wir zusammen, hören Musik und lassen den Abend gemütlich ausklingen.

Welche Musik hörst du…? 

Am Festival spielen vorwiegend weibliche Musikerinnen

YAEL DECKELBAUM

wird an unserem Festival auftreten, wir freuen uns riesig. Ihr Song «Prayer of the Mothers» entstand zusammen mit einer Gruppe mutiger Frauen, die die Bewegung «Women Wage Peace» anführten. Tausende Frauen marschierten vom Norden Israels nach Jerusalem, um zum Frieden aufzurufen. 4000 Frauen, zur Hälfte Palästinenserinnen und Israelis, in Qasr el Yahud (am nördlichen Toten Meer) beteten gemeinsam für den Frieden.

Seit dem 7. Oktober 2023 erlangt dieser Friedensapell eine dringende Aktualität.

SCHWESSI

Schwessi hat bereits zugesagt. Bei ihrer Musik geht es um mehr als nur Entertainment. Es geht um die Befreiung des Individuums durch Bewusstseinsentwicklung, um Toleranz und Gleichberechtigung, um die Überwindung nationalistischer Gehirnwäsche, um weltverändernde Maßnahmen und um die Rettung des Planeten. Nichts weniger als das. Nichts schwerer als das. Aber mit größtmöglicher Leichtigkeit und schön viel Resthumor im Blut.

Das ist, bei aller Ernsthaftigkeit, das Fundament, auf dem das alles hier steht. Und tanzt. Und singt. Und schreit und lacht.

 

Viele weitere Musikerinnen und Gruppen haben wir angefragt.

Wir freuen uns auf ihre definitiven Zusagen, Infos folgen zeitnah.

MATRIARCHAT LEBT

»Wir gehen respektvoll miteinander um, agieren in einer ruhigen Art und Weise, führen keine groben Streitigkeiten und versuchen immer eine gemeinsame Lösung zu finden. Unser Haus ist das Haus unserer Mutter, hier teilen wir alles im Clan. Verantwortlich dafür ist die Grossmutter Ah-mi, die alles an andere Familienmitglieder weitergibt.«

You Zhou Zhima, 2016 (Mosuo in Yunnan, China)

Zitat einer Frau aus einer heutigen matriachalen Gesellschaft.
Die Fotobücher «Matriarchinnen» 1 + 2 mit vielen Bildern und Informationen sind über die Website von Maria Haas erhältlich.

Clan der Minangkabau vor ihrem Haus mit Büffelhorndach © Maria Haas, Matriarchinnen 1
Grossfamilie Ktung in Jaintia Hills - © Maria Haas, Matriarchinnen 1
Clan der Mosuo mit der Ah-mi, der ältesten Frau - © Maria Haas, Matriarchinnen 1

KOMMUNIKATION UND KONSENS

Es gibt keine Hierarchie und keine Erzwingungsstäbe wie Militär, Polizei oder Behörden. Konflikte werden durch Konsens gelöst. Private sowie politische Entscheidungen trifft man stets gemeinschaftlich. Dabei wird so lange verhandelt, bis eine Lösung für alle gefunden ist. In diesem Sinne gibt es auch keine demokratischen Mehrheitsentscheidungen, denn dabei bleibt immer eine Minderheit auf der Strecke. Noch existierende matriarchale Gesellschaften zeichnen sich durch eine hohe Kommunikationsfähigkeit aus, die schon im Kindesalter eingeübt wird.